Bettelwurf Hütte
In den mehr als 100 Jahren von der
Einweihung im Jahr 1894 bis heute geriet auch die Bettelwurf Hütte in
den Lauf der Geschichte: nach 20 fruchtbaren Jahren des Aufbaues kam der
1. Weltkrieg, dann die Inflation und die Wirtschaftskrise, die
Arbeitslosen der dreißiger Jahre, die 1000 Mark Sperre und der 2.
Weltkrieg. Nach dem Krieg begann wieder eine Aufbauphase in der es nicht
nur darum ging den Bestand zu erhalten, sondern auch zeitgemäße und
notwendige Investitionen zu tätigen.
Barth nächtigte damals in den Herrenhäusern und stieg von dort auf das Lafatscherjoch. Von hier querte er oberhalb der Hohen Wand durch das große und kleine Speckkar zum Eisengattergrat hinaus. Über die Absätze und Bänder am Eisengattergrat, zuletzt durch die Große Rinne erreichte er den Gipfel des Großen Bettelwurf, auf dem Barth keinerlei Anzeichen vorfand, die auf eine frühere Besteigung schließen lassen konnten. Barth suchte in Richtung Osteck einen Platz, der von St. Magdalena gesehen werden konnte und errichtete dort einen großen Steinmann. Der heutige Normalanstieg folgt im wesentlichen dem Weg Hermann von Barths, wie er es in einer Skizze des Bettelwurfs vom gegenüberliegenden Hochmahdkopf festhielt. Barth ging nach der Rückkehr zu den Herrenhäusern noch nach St. Magdalena um dem Knappen Franz Posch, der dort wohnte und mit der Jagdaufsicht betraut war, von der geglückten Besteigung zu berichten und ihm durch das Fernglas den Steinmann auf dem Gipfel zu zeigen. Der Gipfel wurde in den folgenden Jahren öfters bestiegen. Um den langen Anstieg über das Lafatscherjoch abzukürzen befürwortete Karl Gsaller, ein bekannter Innsbrucker Bergsteiger, schon 1881 den Bau einer Weganlage von der Halltalstraße über die Bettelwurfreise, durch das Klamml und die Bettelwurfrinne. Hüttenbau: Den Antrag zum Hüttenbau stellte Julius Pock, der damalige Vorstand der alpinen Gesellschaft "Wilde Bande". 1892 stellte der Central-Ausschuss des Alpenvereins bedeutende finanzielle Mittel in Aussicht, so dass die Angelegenheit in Fluss geriet. Das vorgesehene Grundstück befindet sich auf auf einer kleinen Terrasse im Südgrat des Kleinen Bettelwurfs auf einer Höhe von etwa 2.100 m. Der Grund befand sich im Eigentum der k.k. Forst- und Domänendirektion, die mit dem Bau einer Hütte auf dem vorgesehenen Bauplatz einverstanden war und das Grundstück zunächst pachtweise der Sektion auf die Dauer von neun Jahren überließ. Der direkte Weg zur Hütte wurde 1892 begonnen. Es wurde vorerst eine Wegstrecke von ungefähr 2.000 m ausgeführt, die Strecke am Einstieg in die Felsen wurde gesprengt und mit Drahtseilen versehen. Im Jahr 1893 wurde weitergearbeitet, dass der Weg am 25. Oktober 1893 bis zum vorgesehenen Hüttenbauplatz ausgebaut war. Gleichzeitig wurde in den Jahren 1892/93 der Steig auf den Großen Bettelwurf fertig gestellt.
Die Bettelwurf Hütte selbst war im Jahr 1893 auf dem Ausstellungsplatz der Tiroler Landesausstellung in Innsbruck zu sehen. Nach Schluss der Ausstellung wurden alle brauchbaren Holz- und Eisenteile sowie Einrichtungsgegenstände zur Arbeitshütte am Lafatscherjoch gebracht. Im Jahr 1894 wurde das gesamte Hüttenbaumaterial vom Lafatscherjoch zum Bauplatz geliefert. Die Hütte wurde vom Baumeister Andrä Höß aus Mieders aufgebaut. Die Eröffnung wurde am 8. September 1894 durch den Vorstandsstellvertreter Julius Zambra bei Anwesenheit von 79 Teilnehmern vorgenommen. Die Räume in der Hütte waren wie folgt aufgeteilt: im Erdgeschoss ein Wohnraum mit Kochherd und ein durch ein Zirbengetäfel getrennter Schlafraum für 6 bis 8 Personen, als Matratzenlager. Im Dachboden war ein Heu- und Deckenlager eingerichtet.
Als erster Hüttenwart der Bettelwurf Hütte stellte sich der Innsbrucker Kaufmann Albert Fessler zur Verfügung. Er vertrat die Interessen des Zweig Innsbruck bis zum Jahr 1907. In den folgenden Jahren wurden Verbesserungen und Instandsetzungen an den Weganlagen vorgenommen. Am Gipfelsteig wurden weitere Seile angebracht, der Weg zum Lafatscherjoch wurde verbreitert und mit Seilen versichert. Im Jahr 1898 wurde ein Touristensteig von der Hütte über den Turm und die Platte zur Salzstraße markiert. Die Hütte war 1894 und 1895 nur für Nächtigungen zugänglich. Von 1896 bis 1901 war die Hütte verproviantiert und ab 1902 bewirtschaftet. Die Abgeschiedenheit der Hütte zog naturgemäß auch Diebsgesindel an. Der erste Einbruch war 1896, der zweite bereits 1898. Besonders in den Notzeiten nach den beiden Weltkriegen wurde die Hütte öfters aufgebrochen, wobei der angerichtete Schaden meist wesentlich größer war, als der Wert der entwendeten Gegenstände. Um die Jahrhundertwende war die Besucherzahl der Hütte so stark angestiegen, dass die Räumlichkeiten der Hütte den Anforderungen nicht mehr entsprachen. Der Wege- und Hüttenbauausschuss des Zweig Innsbruck nahm daher die nötigen Vorarbeiten für einen Ausbau der Hütte in Angriff. Die k.k. Forst- und Domänenverwaltung gab die Erlaubnis zum Bau und überließ pachtweise bis zum Jahr 1923 eine weitere Grundfläche von 300 m2. Zur teilweisen Deckung der Baukosten des neuen Schlafhauses und der Umgestaltung der alten Hütte gab die Sektion Anteilscheine zu je 10 Kronen aus. Der gesamte Bau, sowie ein neuer Saumweg zwischen Hütte und Lafatscherjoch sollten bis Juli 1905 fertig sein. Die Bauten wurden am 29. Juli 1904 dem Maurermeister Andrä Höß, der auch die alte Hütte erbaut hatte, übertragen. Das Innere der alten Hütte wurde umgeändert: der Wirtschaftsraum wurde Gastzimmer, im bestehenden Schlafraum wurde die Küche und Wirtschaft untergebracht. Der Neubau wurde das Schlafhaus, - aus Stein gebaut und mit Eternit gedeckt. Die Zwischenwände im Schlafhaus wurden in Korkstein mit Holzverschalung ausgeführt. Im Schlafhaus wurden vorgesehen: Keller und Abort, das Erdgeschoss mit 5 Zimmern zu 2 Betten, der Dachboden mit 14 Matratzenlagern und der Dachwerksatz mit Heulager für 24 Personen. Der Bau gab Raum für mindestens 50 Personen: 10 Betten, 14 Matratzen- und 24 Heulager. Mit dem Bau wurde von Höß rasch begonnen. Am 5. August 1904 begannen die Materiallieferungen, wobei am Lafatscherjoch eine Bretterhütte zur Unterkunft der Träger und der Steigarbeiter errichtet wurde. Der Grund zum Neubau musste aus dem Felsboden herausgesprengt werden. Am 2. Oktober 1904 fand die Firstfeier statt, bei der außer dem 1. Präsidenten des Central- Ausschusses Univ. Prof. Dr. C. Ipsen viele Mitglieder und Freunde des Zweiges Innsbruck anwesend waren. Trotz ungünstiger Witterung gelang es noch bis zum 24. Oktober den Rohbau unter Dach zu bringen und mit Tür und Fensterläden sicher zu verschließen.
Der Weg vom Lafatscherjoch bis zur Hütte wurde in einer Breite Von 80 cm bis 1 m fast zur Gänze ausgeführt. Beim Bau des Schlafhauses waren 17 Mann, alles Deutsche tätig. Der Rohbau des Schlafhauses wurde 1905 fertiggestellt und eingerichtet. Der Saumweg von der Hütte bis zum Lafatscherjoch wurde vollendet. Im Verlauf der Bauarbeiten wurde beschlossen, die alte Hütte und das Schlafhaus mit einer Veranda aus Holz zu verbinden. Damit erreichte man die Einheit der beiden Hütten und einen großen Gastraum mit einer nach Süden gerichteten Fensterfront. Am 20. August 1905 wurde der Umbau der Hütte beendet. Die Eröffnungsfeier fand am gleichen Tag über Einladung des Vorstandes des Zweig Innsbruck, Dr. Krautschneider, statt. Kooperator Hosp von Axams zelebrierte die Messe und nahm die Einweihung des Hauses vor. Rund 300 Anwesende nahmen an der Feier teil. Der Vorstand ehrte besonders den Hüttenwart Albert Fessler, der sich mit unermüdlichem Einsatz für den Umbau der Hütte zur Verfügung gestellt hatte.
Die Bautätigkeit in den folgenden Jahren diente vor allem der Verbesserung der Bewirtschaftung der Hütte: 1925 wurde nördlich der alten Hütte ein Wirtschaftsgebäude mit Waschküche und Stall sowie 15 Notlagern errichtet. Nachdem die Versorgung der Hütte über das Lafatscherjoch immer schwieriger wurde, entschloss sich der Zweig Innsbruck 1966 eine Materialseilbahn zu bauen. Aus Kostengründen wurde eine einspurige Zweiseilbahn mit offenem Zugseil und Seilwinde errichtet, wobei Sepp Peskoller der damalige Pächter der Bettelwurf Hütte bei der Errichtung der Seilbahn tatkräftigst mitarbeitete. Die Gefährdung der Talstation durch die Plattenlawine, sowie die Schwierigkeiten beim Betrieb der Seilwinde mit offenem Zugseil veranlassten die Sektion einen Umbau der Materialseilbahn in Erwägung zu ziehen: die Trasse blieb gleich, die Talstation wurde auf die südliche Talseite etwa 50 m höher verlegt. Außerdern musste eine Zufahrt zur Talstation geschaffen werden. Der Umbau erfolgte in den Jahren 1973 bis 1975. Im Jahr 1974 wurden im Schlafhaus in einem der nordseitigen Zweibettzimmer ein Waschraum mit Waschgelegenheit und zwei WC eingebaut. Im Wirtschaftsgebäude oberhalb der alten Hütte wurde 1978 für die Energieversorgung der Hütte ein Stromaggregat bestehend aus einem Dieselmotor mit angebautem Generator in Betrieb genommen. Im gleichen Jahr wurde an der Nordseite der Veranda zwischen alter Hütte und Schlafhaus eine Speis für die Lagerung der Lebensmittel angebaut. Eine weitere bauliche Maßnahme war die Verlegung des Hütteneinganges von der Wetterseite auf die Ostseite der alten Hütte. Die Arbeiten wurden 1980 begonnen und ein Jahr später abgeschlossen. Für die Verlegung des Hütteneinganges wurde talseitig an die alte Hütte ein Anbau errichtet, in dem ein Vorraum mit Schuh- und Gepäckablage und eine Stube für ungefähr 20 Personen untergebracht sind. 1981 wurde das Funktelefon in Betrieb genommen. Die Hütte ist damit an das öffentliche Telefonnetz (05223/53353) angeschlossen, was die Verständigung der Bergrettung bei Unfällen und die Bewirtschaftung der Hütte wesentlich erleichtert. Mittlerweile gibt es auf der Hütte auch einen Internetanschluss. Im Anschluss an eine Prüfung auf Lokaleignung durch die Behörde mussten 1984 sämtliche Fenster im Schlafhaus ausgetauscht werden. Das nicht mehr ganz dichte Eternitdach mit dem 1905 das Schlafhaus gedeckt wurde musste gegen ein Dach aus verzinktem Eisenblech ersetzt werden. 1986 wurde das Notlager im Dachraum der alten Hütte und des Anbaues innen verschalt und instand gesetzt. Die Quellfassung wurde saniert und gegen Verschmutzung abgedeckt. Die zwei Aluminiumtanks für die Wasserversorgung wurden nach einer Überprüfung des Trinkwassers durch das Hygiene-Institut der Universität Innsbruck gegen fünf Kunststofftanks zu je 2.000 Liter ausgetauscht. Die Tanks wurden oberhalb der Hütte eingegraben und sind für Reinigungsarbeiten begehbar. Im Jahr 2003 wurden die Quellen neu gefasst und mit Beton und Lehm abgedichtet. Der dritte Quellaustritt wurde zusätzlich gefasst. 2009 wurde aufgrund einiger schlechter Wasserbefunde in den Vorjahren eine UV-Desinfektionsanlage eingebaut werden. Damit ist bei allen Auslaufstellen, bis auf den Brunnen vor der Hütte, Trinkwasserqualität vorhanden. Der Brunnen wird mit dem Überwasser des Hochbehälters gespeist und fließt daher nicht über die UV-Anlage. 1987 wurde das Zugseil der Materialseilbahn ausgetauscht. Am Schlafhaus wurde 1989 eine Feuerleiter angebracht. Die Küche in der alten Hütte wurde 1990 komplett umgebaut und gerätemäßig erneuert. Bei der Entsorgung von Müllaltlasten wurden 1991 in der Umgebung der Hütte in drei Einsätzen 66 Säcke Müll gesammelt und ins Tal gebracht. Die 1991 geplante Photovoltaik-Stromversorgung wurde in drei Arbeitseinsätzen Ende und Anfang Juni 1992 montiert und am 11. Juni vor Beginn der Bewirtschaftungszeit in Betrieb genommen. Die Anlage deckt den Strombedarf für die Beleuchtung der Hütte mit Energiesparlampen, das Funktelefon, einen Tiefkühlschrank, verschiedene Kleinverbraucher im Küchenbetrieb und sogar bei günstiger Witterung für die Waschmaschine mit 2,6 kW. Die Photovoltaik-Stromversorgung ist ein gelungener Beitrag für eine umweltfreundliche Energieversorgung. Im gleichen Jahr wurde auch der Anstrich der Dächer von der alten Hütte, der Veranda und dem Aggregathaus erneuert. Das Dach des Schlafhauses wurde 1993 gestrichen. Der Zustieg zur Wasserfassung für die Versorgung der Hütte wurde im Bereich der Felsen gesichert. Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten stellte Ing. Andreas Triendl, der damalige 2. Hüttenwart der Bettelwurf Hütte, für die Planung und Ausführung beim Bau der neuen Talstation für die Materialseilbahn, der Speis an der Nordseite der Veranda und bei der Verlegung des Hütteneinganges an die Ostseite der alten Hütte seine fachlichen Fähigkeiten in überzeugender Weise ehrenamtlich zur Verfügung. In Fortführung der Erneuerung der Materialseilbahn erfolgte 1997 der Austausch des Trag- und Zugseils. Im folgenden Jahr wurden die Zugseilumlenkung saniert und der Mast neu fundiert. Während des Winters 1999 zerstörte die Plattenlawine die komplette Talstation. Diese wurde während der Sommersaison neu errichtet. Im Jahr 2008 wurde der Antriebsmotor gegen einen Elektromotor ausgetauscht. Die Ansteuerung erfolgt über einen Frequenzumríchter, so dass die Fahrgeschwindigkeit stufenlos geregelt werden kann.
Den Wegen und Steigen im Gebiet der Bettelwurf Hütte galt mit dem Bau der alten Hütte schon immer größtes Augenmerk. Bedingt durch Witterungseinflüsse wie Murenabgänge, Steinschlag, Blitzschäden und Lawinen gab und gibt es immer wieder Beschädigungen an den Wegen und Sicherungen, die oft umfangreiche Instandsetzungsarbeiten notwendig machten. Trotzdem gab es immer wieder Änderungen und Verbesserungen an bestehenden Weganlagen, auch neue Anlagen wurden geschaffen. So wurde 1925 der Gipfelsteig in 54 Arbeitstagen aus der großen Rinne am Eisengattergrat in die östlich davon gelegenen Felsen verlegt. Der als Verbindung vom Stempeljoch zum Lafatscherjoch hoch über dem Halltal wurde 1929 angelegt. Der Aufstieg von der Hütte zum Kleinen Bettelwurf und der Übergang zum Großen Bettelwurf wurde 1987 an einigen Stellen mit Stahlseilen gesichert. Ab 1975 wurden am Gipfelsteig etwa 350 Haken eingebaut. Als Befestigungspunkte wurden Haken aus Rippentorstahl mit einem Durchmesser von 16 mm und einer geschmiedeten Öse verwendet. Die früher angebrachten 7 mm Eisenseile wurden gegen 12 mm Stahlseile ausgetauscht.
Die meisten der oben angeführten Tätigkeiten
wurden von vielen Helfern unter der Führung der Hüttenwarte ausgeführt,
die in all den Jahren ihre Tätigkeit freiwillig und ehrenamtlich zum
Wohl des Zweig Innsbruck und der Bettelwurf Hütte ausgeübt haben.
Trotz der oft schwierigen Zeiten in der über hundertjährigen
Geschichte der Bettelwurf Hütte ist es den jeweiligen Hüttenwarten
gelungen, nicht nur den Bestand zu erhalten, sondern darüber hinaus
alles Notwendige zu veranlassen um die Hütte den Anforderungen der Zeit
anzupassen. In die Bewältigung der anfallenden Arbeiten waren nicht nur
die Hüttenwarte einbezogen, es stellten sich auch ihre Freunde und
Tourengefährten ehrenamtlich zur Verfügung. Hier eine Aufstellung der
Hüttenwarte von der Errichtung der Hütte bis heute, soweit es aus den
Unterlagen und Aufzeichnungen entnommen werden konnte:
Bewirtschaftung der Bettelwurf Hütte: Die Hütte war von 1896 bis 1901 verprovantisiert, ab 1902 bewirtschaftet. Der Hüttenwirt als Pächter hat einerseits die Hütte nach der Hüttenordnung als Schutzhütte und alpinen Stützpunkt zu führen und die eingehobenen Nächtigungsgebühren an den Zweig abzuführen. Für den Pächter stellt der Gastbetrieb in der Hütte eine zusätzliche Einnahmequelle dar. Ein Hauptproblem war immer schon die Versorgung der Hütte, so dass im Laufe der Jahre nach technischen und finanziellen Möglichkeiten gesucht wurde um die Situation verbessern zu können. Die Pächter haben sich auch im Rahmen ihrer Möglichkeiten für Arbeiten im Bereich der Hütte zur Verfügung gestellt. Stellvertretend für alle Wirte wird Josef Peskoller angeführt, der in den 24 Jahren als Pächter der Bettelwurf Hütte bei allen Bauvorhaben wie Materialseilbahn, Stromaggregat, Waschraum, Speis und Verlegung des Hütteneinganges tatkräftigst mitgearbeitet hat. Die folgende Aufstellung der Hüttenpächter erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da die Unterlagen nicht lückenlos zur Verfügung standen:
Die Hütte bietet heute Platz für 62 Besucher. Davon sind 26 Betten und 36 Matratzenlager. Im Nebengebäude befindet sich ein ständig offener Notraum mit Koch- und Heizmöglichkeit, der in Notfällen Schutz bietet. Bei den Besucherzahlen sind in erster Linie die Nächtigungen aussagekräftig, da sie über die Ausgabe der Nächtigungszettel statistisch zuverlässiger registriert werden können als die Tagesbesucher. Der Besuch war immer von den jeweiligen Verhältnissen abhängig: Kriegszeiten, wirtschaftliche Situation, Bewirtschaftungszeit, die Schneesituation am Beginn der Bewirtschaftung und naturgemäß das Wetter, hier besonders an den Wochenenden und gegen Ende der Bewirtschaftungszeit, wenn ein beständiges Herbstwetter für eine Anhebung der Besucherzahlen sorgte. Nachstehend eine Aufstellung der Nächtigungszahlen:
Dieser Bericht wurde von Ernst Schmidt anlässlich der 100 Jahrfeier verfasst und von Gunnar Amor aktualisiert. Mehr Informationen zu den Tätigkeiten sind in den jeweiligen Jahresberichten nachzulesen. Bericht zum 70-jährigen Jubiläum
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