Bettelwurf HütteHüttenjubiläum - 70 Jahre Bettelwurfhütte Am 17. d. M. feierte die Sektion Innsbruck des OeAV den 70-jährigen Bestand ihres am Fuße des Bettelwurfs gelegenen Hütte. Bei diesem Anlass wurde auch der neu erstellte Materialaufzug seiner Bestimmung übergeben. In Vertretung des 1. Vorstandes Herrn Dr. Pfeningberger, der am Erscheinen leider verhindert war, begrüßte Herr Dr. Gerd Waizer am Abend die erschienenen Festgäste. Im besonderen galt sein Gruß dem Vertreter des VA, Herrn Dr. Heinz Wechsler, sowie den Herren Ing. Miller, Leismüller, Tusch, Kienpointner, Plattner, Meixner, Danzi, Gebrüder Pescoller, die sich bei dem Bau des Materialaufzug besonders verdient gemacht haben. Nicht zuletzt galt sein Dank dem Hüttenwart, Herrn Siegfried Schlosser und dem Hüttenwirt Josef Pescoller, deren Initiative es zuzuschreiben ist, dass dieser Aufzug zu einem wichtigen Bestandteil der Hütte zählt. In kurzen Worten gab Herr Dr. Waizer einen Rückblick über die Entstehungsgeschichte der jubilierenden Hütte. Bereits im Jahre 1893 wurde von der k. u. k. Forst- und Domänendirektion in Innsbruck eine Grundfläche auf dem Eisengattergrat unter der hohen Bettelwurfspitze an den Zentralausschuss des OeAV zur Errichtung einer Schutzhütte verpachtet. Der jährliche Anerkennungszins wurde mit einer Krone festgelegt. Schon im Jahre 1894 wurde mit einem großen Aufwand von 8000 Kronen ein Neubau errichtet, dem noch im selben Jahr von der Gemeindevorstehung Absam das „Vollendungszeugnis“ und die „Bewohnungsbewilligung“ erteilt wurde. An Unterkunft waren lediglich 6 Matratzenlager im Erdgeschoss, sowie 8 Heulager im Dachgeschoss vorhanden. Die Bewirtschafter der Hütte mussten damals in einem kleinen Dachraum unter bescheidenen Verhältnissen leben. Sie hatten weder einen abgesonderten Damenraum, ein eigenes Gastzimmer, eine eigene Küche, sowie Keller. Die jährliche Besucherzahl erreichte bis zum Jahre 1899 nicht die Zahl von 200, stieg aber in den laufenden folgenden Jahren bis 1903 auf 607 an. Im Jahr 1904 wurde der Pachtgrund auf 300 qm erweitert und der jährliche Pachtzins auf 6 Kronen erhöht. 1905 wurde die Hütte neu erbaut und mit 12 Betten und 40 Matratzenlager ausgestattet. Soweit der Chronist, der damalige 1. Vorstand der Sektion Innsbruck, Herr Dr. Krautschneider. Wegen der umständlichen Versorgung der Hütte – dies konnte nur durch Träger vorgenommen werden – trat in den folgenden Jahren ein häufiger Pächterwechsel auf. Erst dem Hüttenwart, Herrn Ing. Hiebaumer gelang es in den Jahren 1948 und folgenden durch Ausbauen und Verbesserungen der Hütte und deren Anlagen die jährliche Besucherzahl wesentlich zu erhöhen. Ihm gilt an dieser Stelle der besondere Dank der Sektion. Herr Siegfried Schlosser, der seit 1959 das Amt des Hüttenwartes inne hat, steht seinem Vorgänger in keiner Weise nach und ist zusammen mit dem emsigen Hüttenwirt, dem Ehepaar Pescoller, ein Garant für das weitere Blühen und Gedeihen unserer Bettelwurfhütte. Mit dem nochmaligen Dank an alle Mitarbeiter und den Herren des Ausschusses der Sektion Innsbruck des OeAV, sowie mit den besten Wünschen für die Hütte und dem neuen Materialaufzug schloss Herr. Dr. Waizer seine Festrede. Anschließend fand noch ein gemütliches Beisammensein der Festteilnehmer bei Gesang und Rotwein statt. P.S. Dieser Bericht wurde der Vollständigkeit halber übernommen, er ist in seiner Art unvollständig, in vielen Punkten sehr fehlerhaft und daher für historische Zwecke unbrauchbar. Der Bericht trägt kein Datum, wird aber dem Jahr 1964 zugeordnet. Senden Sie E-Mail
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